Heddesheim / Ilvesheim / Stuttgart. Der für den Verkehrsbereich zuständige Staatssekretär im Innenministerium des Landes Baden-Württemberg, Rudolf Köberle MdL, war auf Einladung des hiesigen Landtagsabgeordneten und Staatssekretär, Georg Wacker (CDU) kürzlich (05. August 2009) zu einem zweiteiligen Wahlkreis-Besuch nach Heddesheim und Ilvesheim gekommen. Themen waren die Ortsumfahrung L 541 bei Heddesheim und das Projekt L 597 neu samt Neckarüberquerung bei Ladenburg / Edingen-Neckarhausen.

Im Beisein von Bürgermeister Michael Kessler und Vertretern der örtlichen Gemeinderatsfraktionen informierten sich die beiden Staatssekretäre zunächst im Heddesheimer Rathaus über den aktuellen Planungsstand der Ortsumfahrung L 541. „Der politische Wille des Landes für die Ortsumfahrung Heddesheim wird bereits mit der Planung deutlich”, stellte der Weinheimer Wahlkreisabgeordnete, gerade auch mit Blick auf den Generalverkehrsplan (GVP) des Landes Baden-Württemberg durch die Landesregierung fest. Im GVP von 1995 seien nämlich Straßenbauprojekte festgeschrieben, die höchste landespolitische Priorität genießen, darunter die Ortsumfahrung Heddesheim.

Laut Staatssekretär Köberle münden die bereits unternommenen Planungsschritte in Sachen Ortsumgehungsstraße in einen Vorentwurf. Im Spätjahr 2010 könne dann mit dem, bis zu zwei Jahren andauernden Planfeststellungsverfahren begonnen werden.

Bürgermeister Kessler machte noch einmal auf die Notwendigkeit der Ortsumfahrung für Heddesheim aufmerksam. Er sprach die enorme Verkehrsbelastung im Ortskern an, die gerade durch den Schwerlastverkehr und die LKW-Mautausweichstrecken entstünden. Er verlangt daher nach Unterstützung für eine bessere Umfahrungsbeschilderung an den umliegenden Autobahnen, die auf hessischem Gebiet liegen. Auf diese Weise soll der Ortskern schon kurzfristig vom Verkehr entlastet werden. Sowohl der hiesige Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Wacker, als auch Staatssekretär Köberle sagten in dieser Frage ihre Unterstützung zu, indem sie auf die hessische Seite zugehen werden.

Beim zweiten Vor-Ort-Termin zum Projekt L 597 neu mit Vertreten der betroffenen Kommunen im Ilvesheimer Rathaus sagte Wacker, dass er davon ausgehe, dass die Neckarbrücke mit Ausbau der L 597 als „regional bedeutsames Bauvorhaben” angegangen werde. Die Bauzeit sei mit etwa fünf Jahren veranschlagt. Das Land habe bisher noch nie ein Planfeststellungsverfahren verfallen lassen. Die Gültigkeitsfrist dafür betrage acht Jahre.

Staatssekretär Köberle gab zu verstehen, dass das mindestens 25 Millionen Euro teure Bauprojekt nur „gesamttechnisch einen Sinn” mache. Die Baumaßnahme sei als eine Einheit zu verstehen, sagte Köberle, gerade auch mit Blick auf die rein aus fiskalischen Gründen vorgenommene Aufteilung der Maßnahme. Wacker machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass das Land schon mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen habe.

Das Projekt L 597 neu genieße beim Land höchste Priorität, so Köberle. Zunächst müssten jedoch vier andere Großprojekte, darunter der Schriesheimer Branichtunnel, durchfinanziert und abgeschlossen werden. Köberle sagte, dass eine genaue Prognose insbesondere wegen der wirtschaftlich unsicheren Zeiten schwierig sei. Er hoffe jedoch, dass ein weiteres Sonderprogramm für Großprojekte aufgelegt werden könne. Dann sei eine baldige Verwirklichung der L 597 neu samt Neckarbrücke realistisch.

Man wolle bei der Umsetzung der Maßnahme unbedingt vermeiden, dass die eine Seite entlastet und die andere Seite zusätzlich belastet werde, sagten die beiden Staatssekretäre zu Befürchtungen, Brücke und Trasse würden womöglich in mehreren Bauabschnitten realisiert - entsprechende Folgen der Verkehrsbelastung eingeschlossen. Diese Zusage dürfte der Gastgeber des Informationsgesprächs, Ilvesheims Bürgermeister Andreas Metz, gerne gehört haben. Schließlich erhofft gerade er sich eine Verkehrsentlastung für die Schlossstraße. Denn: Seinen Ausführungen zufolge würden durch Ilvesheim täglich bis zu 15.000 Fahrzeuge fahren.

„Der landespolitische Wille ist hier klar ersichtlich: die Maßnahme L 597 neu kommt und wird an einem Stück realisiert”, so Wacker abschließend.

Rathaus Heddesheim, Rathaus Ilvesheim; Staatssekretär Köberle und der hiesige Wahlkreisabgeordnete, Staatssekretär Georg Wacker, möchten sich direkt vor Ort über den aktuellen Sachstand in Sachen Ortsumgehung Heddesheim (L 541) und Neckarbrücke samt L 597 neu informieren.