Bildungshaus Ilvesheim - Projekt mit Modellcharakter

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Staatssekretär Georg Wacker MdL informiert sich mit Vertretern aus Dossenheim über das Bildungshaus Ilvesheim


Ganz kurzentschlossen habe man im Jahr 2007 den Sprung ins kalte Wasser gewagt und sich als Modellstandort für ein Bildungshaus beworben, berichteten Bürgermeister Andreas Metz, Gemeinderätin Dr. Katharina Kohlbrenner und die Vertreterinnen des kommunalen Kindergartens „Rappelkiste” und der Friedrich-Ebert-Schule in Ilvesheim. Der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Georg Wacker MdL hatte Bürgermeister Hans Lorenz aus Dossenheim und Matthias Harbarth, den Vorsitzenden der CDU Dossenheim mit nach Ilvesheim gebracht, um sich dort über das Bildungshaus zu informieren. „Die systematische Kooperation zwischen Kindertagesstätte und Grundschule - auf gleicher Augenhöhe - zeichnet alle Bildungshaus-Modellprojekte aus,” so Wacker, der als Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Bildungsangebote in Baden-Württemberg hat. „Ich habe Bürgermeister Lorenz vorgeschlagen, sich bei der Nachbarkommune Ilvesheim über den Erfolg des dortigen Bildungshauses zu informieren, nachdem seine Gemeinde neue Wege sucht, um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule für die Kinder möglichst reibungslos zu gestalten.”
In Ilvesheim, wo das Bildungshaus die Schulanfängergruppe des kommunalen Kindergartens und die Klassen 1 und 2 der Friedrich-Ebert-Schule umfasst, ist die Kooperation zumindest räumlich kein Problem - die beiden Einrichtungen liegen in unmittelbarer Nähe zueinander. Für die Ausgestaltung der Kooperation hat man bereits verschiedene zeitliche Modelle erprobt und die Vor- und Nachteile evaluiert. Zurzeit werden in wöchentlich drei Unterrichtsstunden jahrgangsübergreifende Bildungshausgruppen gebildet, die dann im Rahmen eines Themas abwechselnd unterschiedliche Angebote wahrnehmen. Begeisterung spricht aus den Worten der zuständigen Lehrkräfte und die hohe Qualität des Angebots wird auch von Gemeinderätin Dr. Kohlbrenner bestätigt, die selbst „Bildungshaus-Mutter” ist und auch auf diesem Wege das Projekt von Anfang an begleitet hat. Lediglich der Koordinationsaufwand bereite manchmal Kopfzerbrechen, wird berichtet - Ausfallzeiten müssten aufgefangen werden um ein kontinuierliches Angebot zu bieten. Bei entsprechender Motivation aller Beteiligten und einem echten Bekenntnis beider Einrichtungen zum gemeinsamen Bildungshaus sei aber selbst das kein unlösbares Problem.
„Die Modellphase für die Bildungshäuser läuft noch bis 2012,” ermuntert Georg Wacker die Dossenheimer Interessenten abschließend. „Wir werden selbstverständlich die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie abwarten, bevor wir eine politische Entscheidung über eine Fortsetzung und des Bildungshaus-Konzeptes treffen, aber Zwischenlösungen zur Verbesserung der ohnehin gesetzlich verankerten Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und Grundschulen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen, sind ausdrücklich erwünscht.”
(rs)

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