Kampfansage an Kinderarbeit

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CDU Rhein-Neckar fordert öffentliche Auftraggeber zur Einhaltung von Kinderschutzrichtlinien auf.

Der Kreisvorstand der CDU Rhein-Neckar hat sich kürzlich in einer Sitzung in Schriesheim mit dem Thema Kinderarbeit beschäftigt. Obwohl diese in Deutschland weitestgehend verboten ist, muss das Thema weiterhin auf der Tagesordnung bleiben, war sich der Vorstand einig. „Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge können die Städte und Gemeinden, genau wie die Landkreise und die Landes- und Bundesregierungen darauf hinwirken, dass Kinderarbeit auch dort eingeschränkt wird, wo sie offiziell erlaubt ist,” so der Vorsitzende des CDU Kreisverbandes Rhein-Neckar, Staatssekretär Georg Wacker MdL.

Besonderen Wert legt die CDU Rhein-Neckar auf die Einhaltung bereits bestehender Richtlinien, wie der UN-Kinderrechtskonventionen. Es bestehe auch bereits die Möglichkeit, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zusätzliche Anforderungen zu sozialen und umweltbezogenen Kriterien zu stellen und auf diesem Wege unter anderem auch Kinderarbeit auszuschließen. Bereits im Mai 2008 hatte der Landtag von Baden-Württemberg die Landesregierung aufgefordert, nur solche Waren zu beschaffen, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Ebenso sollen landeseigene Unternehmen, Einrichtungen und Kommunen verfahren. Daher will die CDU Rhein-Neckar unter anderem darauf hinwirken, dass z.B. Städte und Gemeinden die Möglichkeit bekommen, in ihren Friedhofssatzungen die Verwendung von Grabsteinen aus Kinderarbeit auszuschließen. Die Gemeinderäte im Rhein-Neckar-Kreis aufzufordern, ihr Augenmerk bei öffentlichen Vergaben verstärkt auf den Kinderschutz zu legen, nahmen sich die Vorstandsmitglieder als erste Maßnahme selbst vor.

Zusätzlich fordern die Christdemokraten die Bundesregierung und die Landesregierung auf, die Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern zu stärken und einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung der Grundbildung und Ausbildung von Kindern zu legen. „Zum einen ist Bildung der Schlüssel für Entwicklung,” betont Kreisvorsitzender Georg Wacker MdL. „Es liegt im eigenen Interesse der Entwicklungsländer, die Alphabetisierung und Ausbildung der Kinder zu fördern. Gleichzeitig können Kinder, die schulische Bildung erhalten, in dieser Zeit nicht für gefährliche Arbeiten herangezogen werden - sie werden also vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschützt, während sie gefördert werden. Dies ist im Interesse der Kinder der einzig richtige Ansatzpunkt.”

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