CDU im Gespräch mit Weinheimer Polizei
CDU-Polizeisprecher Thomas Blenke MdL auf Einladung von Staatssekretär Georg Wacker MdL beim Polizeirevier Weinheim
Sehr herzlich fiel die Begrüßung aus, als Revierleiter Jürgen Helfrich und seine Kollegen vergangene Woche den örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten in seinen Räumen zu Gast hatten. Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten im Wahlkreis Weinheim, Staatssekretär Georg Wacker MdL, war der Polizeisprecher der CDU-Landtagsfraktion Thomas Blenke MdL nach Weinheim gekommen, um sich mit den Beamten vor Ort sowie den örtlichen CDU-Vertretern Roger Schäfer und Christina Eitenmüller über die Anliegen und Bedürfnisse der Polizei zu unterhalten.

CDU-Polizeisprecher Thomas Blenke MdL und Staatssekretär Georg Wacker MdL (4. und 5. v.r.) sowie CDU-Stadtverbandsvorsitzender Roger Schäfer (3. v.l.), mit dem Stellvertretenden Leiter der Kriminalaußenstelle Weinheim Norbert Purkott (4. v.l.) und Revierleiter Jürgen Helfrich (Mitte) mit seinen Kollegen; Quelle: privat
Trotz der landesweiten Einsparungen, die auch an Weinheim nicht spurlos vorübergegangen seien, konnte Helfrich mit Zuversicht auf die Zusammensetzung seines Reviers verweisen, da einige junge Kollegen in den vergangenen Jahren die Altersstruktur positiv beeinflussen konnten. Er habe jedoch regelmäßig Probleme, die Dienstgruppen in ausreichender Stärke zu besetzen. Besondere Herausforderungen gebe es auch im Verwaltungsbereich, da die Stellen für tariflich beschäftigte Mitarbeiter nicht dem entsprächen, was an Arbeit anfalle. Seit 1. Februar arbeite man zudem nach einem neuen Arbeitszeitmodell, das man ein Jahr lang erproben werde.
Ein Schwerpunkt der Arbeit, der in dem Gespräch mit den Politikern deutlich wurde, ist in Weinheim die Präventionsarbeit, vor allem auf dem Gebiet der Kinder und Jugendlichen. So seien die Jugendsachbearbeiter in engem Kontakt mit den Schulen und es bestehe zudem ein sehr erfolgreicher runder Tisch mit Polizei, Jugendamt und weiteren Institutionen im Bereich der Jugendarbeit und Jugendhilfe. „Die Schulen haben sich schon vor Erfurt und Winnenden der Polizei gegenüber geöffnet. Hier können wir gute Präventionsarbeit leisten,” so Helfrich auf die Nachfrage nach der Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen, denen Georg Wacker sein besonderes Augenmerk schenkt.
„Systeme zur Früherkennung von Gefahrenpotentialen können besonders gut in Regionen eingesetzt werden, in denen notwendige Strukturen bereits vorhanden sind, wie dies in Weinheim mit dem runden Tisch der Fall ist, den ich ausdrücklich begrüße,” so der Staatssekretär im Kultusministerium.
Auf das nächtliche Alkoholverkaufsverbot ging Thomas Blenke anschließend noch ein und erklärte, dass dieser Kompromiss zwischen CDU und FDP aus seiner Sicht Nachbesserungsbedarf habe. „Dass Tankstellen Gaststättenkonzessionen beantragen, um das Verkaufsverbot zu umgehen, hilft uns in der eigentlichen Problematik nicht weiter,” meint der Polizeisprecher und ist sich mit den Beamten einig, dass unter anderem die Auflösung des Wirtschaftskontrolldienstes die Ordnungsdienste und die Polizei in eine schwierige Lage versetzt. Auch den Bericht, dass die Polizeiverordnung für den Mathaisemarkt entgegen anderslautender Berichte zu einer erfreulichen Beruhigung geführt hat, sehen Blenke und Wacker als Bestätigung für ihre Arbeit in Stuttgart. Eine Änderung des Polizeigesetzes sei notwendig und werde von der CDU mit Nachdruck verfolgt.
Wacker, der in regelmäßigen Abständen die beiden Polizeireviere in seinem Wahlkreis besucht und seit seiner Wahl in den Landtag von Baden-Württemberg nun zum fünften Mal im Revier zu Gast war, betonte zum Abschluss: „Die Polizei betreibt nicht nur Verbrechensbekämpfung, sie ist auch in der Prävention nicht wegzudenken. Die CDU-Landtagsfraktion wird sie bei all ihren Aufgaben nach Kräften unterstützen.”
(rs)

