Eltern vertrauen auf die Realschulen und wir kämpfen für deren Erhalt

25.02.2013

Informationsreihe „Pro Realschule“ der CDU-Landtagsfraktion

„Eltern vertrauen auf die Realschulen – Das belegt nicht zuletzt der stetige Anstieg der Schülerzahlen über die letzten Jahre. Allein im letzten Jahr ist ein deutlicher Anstieg von + 4,3 Prozent zu verzeichnen. Der Unterricht an den Realschulen ist aktuell und zeitgemäß. Die Lehrerinnen und Lehrer schaffen es, in ihrem Unterricht wichtige Inhalte anschaulich, praxisnah und handlungsorientiert zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler werden an den Realschulen berufsbezogen und fundiert auf ihre selbstbestimmte Zukunft  vorbereitet. Die feste Basis der Mittleren Reife öffnet Türen in alle gewünschten Richtungen“, sagten der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, und der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Georg Wacker MdL, am Montag (18. Februar) bei der Vorstellung der Informationsreihe „Pro Realschule“ in Stuttgart.

Grüne und SPD wollen Realschule beseitigen

„In unserem durchlässigen Schulsystem bilden die Realschulen den Hauptpfeiler. Es ist daher absolut verantwortungslos, dass die grün-rote Landesregierung diese ausgewiesen erfolgreiche Schulart ‚links liegen lässt‘ und nur auf das Lieblingskind Gemeinschaftsschule setzt. So hatte Ministerpräsident Kretschmann erklärt, dass sich die Koalition klar für ein ‚Zwei-Säulen-Modell‘ entschieden habe. Dieses Modell umfasse Gymnasium und Gemeinschaftsschule. Mit dieser klaren Ansage erklärt er das Aus für die Realschule. Vom Kultusministerium wird diese Vorgabe strikt umgesetzt: Bei der Auftaktveranstaltung zum ‚Bildungsplan 2015‘ war von einem eigenen Bildungsplan für die Realschule schon gar keine Rede mehr. Während sich Vertreter fast aller Schularten auf dem Podium präsentieren
durften, wurde auf einen Repräsentanten der Realschulen bereits verzichtet. Das macht deutlich sichtbar, dass die grün-rote Landesregierung die Zukunft der baden-württembergischen Schullandschaft  ohne die Realschule plant“, erläuterte Wacker.

Konrad Duden Realschule, Mannheim

im Gespräch mit Vertretern der Konrad Duden Realschule, Mannheim, und ihrer Kooperationspartner

Der Erfolg der Realschule steht im Mittelpunkt der Aktionstage

„Es ist für uns absolut inakzeptabel, dass von Grün-Rot unter dem Deckmantel einer ‚Schulentwicklung von unten‘ stillschweigend die Weichen für die Abschaffung der erfolgreichen Realschulen gestellt werden. Zwar entscheiden scheinbar letztlich die Verantwortlichen vor Ort – nur werden von Landesseite die Anreize so ungleich gesetzt, dass die Entscheidung fast zwangsläufig pro Gemeinschaftsschule fallen muss. Erhöhte Lehrerausstattung, geringerer Klassenteiler, höhere Sachmittelzuweisung für Gemeinschaftsschüler, Standortrettung und vieles mehr, führen zu einer Entwicklung gegen die Realschule. Und wenn sich ein Realschulrektor wie in Remseck gegen diese Entwicklung ausspricht, dann wird er vom Kultusministerium mit einem Maulkorb versehen. Es ist kein Wettbewerb auf Augenhöhe um die beste Schulqualität, wenn ein Wettbewerber mit einem solch deutlichen Vorsprung ins Rennen geschickt wird. Wir erwarten deshalb von der grün-roten Landesregierung, dass sie für gleiche Voraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler sorgt. Zudem fordern wir von der Landesregierung, dass sie den Realschulen in gleicher Art und Weise wie den Gymnasien die weitere Eigenständigkeit garantiert und ihnen eine Stärkung ermöglicht“, so Hauk.

Den Absolventen der  Realschule stehen alle Wege offen

„Wir als CDU-Landtagsfraktion wollen in den nächsten 14 Tagen mit Lehrern, Eltern, Schülern, Ausbildungsbetrieben und natürlich den Schulträgern über die Chancen und Möglichkeiten der Realschulen in einen breit angelegten Dialog treten. Dazu werden landesweit rund 75 Veranstaltungen der CDU-Landtagsfraktion stattfinden, wo wir im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern unser Augenmerk auf die Realschulen richten werden. Wir erwarten von diesen Gesprächen zahlreiche Anregungen und Impulse für unsere bildungspolitische Arbeit im Landtag. Schon heute ist klar, dass den Absolventen der Realschule alle Wege offen stehen. Rund 40 Prozent der Absolventen wechseln auf ein berufliches Gymnasium und haben im Anschluss an die Mittlere Reife das Abitur gemacht und ein Studium aufgenommen. Während andere Absolventen erfolgreich ins Berufsleben starten und nach der Meisterprüfung einen eigenen Betrieb aufbauen oder übernehmen. Nicht wenige ehemalige Realschüler zeigen sich von der Realschule überzeugt, die die ideale Grundlage für ihren beruflichen Erfolg gelegt hat. Mit der Realschule können die jungen Menschen alles erreichen, was sie sich vorgenommen haben, von der Lehre bis zu einem Studium“, betonte Hauk.

Wirtschaft braucht die gut ausgebildeten Absolventen der Realschule

„Von Seiten der Ausbildungsbetriebe wird stets berichtet, dass sie besonders gerne Realschüler einstellen. Sie schätzen diese Bewerber aufgrund ihrer lebensnahen, selbstständigen und zupackenden Art. Die Mittlere Reife ist damit ein wertvolles Ticket für einen erfolgreichen Start der jungen Menschen in eine kaufmännische oder gewerblich-technische Ausbildung. Es ist uns daher völlig
unbegreiflich, weshalb Grüne und SPD diese funktionierende Schulart abschaffen wollen. Wir als CDU-Landtagsfraktion werden uns für den Erhalt der Realschulen einsetzen“, so Hauk und Wacker.

 

Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion vom 18.2.2013

Geschrieben von am 25.Februar 2013 um 2:04 PM